Ein Jahr in Bild

Rückblick #2, verspätet wegen akuter Rutscherei ins neue Jahr 2012. Vielleicht wird dieses ja ein bisschen weniger apokalyptisch als das letzte, zumindest im Kino. Zu Beginn von 2011 war es mein guter Vorsatz, mehr ins Kino zu gehen und als mich der Magisterstress noch nicht so in der Mangel hatte, hat das auch recht gut funktioniert. Dann aber hat meine cineastische Disziplin wieder nachgelassen. Jedenfalls fand ich das, was ich dann doch im Lichtspielhaus konsumierte, zumeist sehr amüsant bis bedrückend und anrührend. Und immer am Rande des irdischen Abgrunds taumelnd. Selten habe ich so viele Filme gesehen, die sich mit der Entstehung der Erde, dem Sinn des Lebens/der Liebe/des Leidens, dann mit dem Zerfall der Zivilisation und schließlich mit dem Weltuntergang beschäftigen. Alles in allem eine ziemlich fatalistische Sicht auf die Dinge, könnte man meinen, die angesichts der globalen Krisen, Kriege und Rebellionen sogar noch reales Futter bekommt. Da sollte man aber nicht zuviel hineinlesen, vorhergesehen hat dieses turbulente letzte Jahr sicherlich niemand, auch kein Regisseur. Trotzdem ist es bezeichnend für die Kunst, dass sich so viele Filmemacher offensichtlich wieder mit den großen Fragen auseinander setzen und sie in Bilder gießen, die uns glücklich, nachdenklich oder traurig machen.

Meine Top Ten 2011:

1. Another Earth – Regie: Mike Cahill

2. Blue Valentine – Regie: Derek Cianfrance

3. 127 Hours – Regie: Danny Boyle

4. Pina – Regie: Wim Wenders

5. Schlafkrankheit – Regie: Ulrich Köhler

6. Le Havre – Regie: Aki Kaurismäki

7. Beginners – Regie: Mike Mills

8. The King’s Speech – Regie: Tom Hooper

9. Perfect Sense – Regie: David Mackenzie

10. Melancholia – Regie:Lars von Trier

Und wieder so viel verpasst: Die Haut in der ich wohne, Auf halber Strecke, Contagion, Sommer in Orange, Nader und Simin. Der Vorsatz für 2012 steht also fest…

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Ein Jahr in Ton

Rückblick #1: Schöne, fantasievolle, abseitige Musik und Videos hat es dieses Jahr gegeben. Diese sind am meisten bei mir hängengeblieben:

Nicht so kapiert habe ich in diesem Jahr einige Musiker, die sonst ziemlich gut ankamen: Lana Del Ray, Future Islands, Florence + The Machine, Hundreds und Gotye. Kann ja auch nicht jedes Jahr klappen und muss ja eh auch nicht sein. Und Eure Tops und Flops?

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So viel Liebe

Ein schönes neues Video von Dietrich Brüggemann für Tim Neuhaus & The Cabinet mit meinem allerliebsten Redaktionsleiter Daniel samt Sohnemann Nathan. So viel Liebe…

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Herbstputz – Alles muss raus!

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Sich einen abreißen

Mehr von dem Spaß im SZ-Magazin.

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Der SCHNITT auf der Buchmesse

Es ist Buchmessenzeit! Gestern eröffnete die Frankfurter Buchmesse ihre Tore für Fachbesucher, am Wochenende dürfen Hinz und Kunz das Messegelände stürmen. Auch der SCHNITT ist vertreten und präsentiert sich zusammen mit seinem Verlag Mesccugge am Stand 154 in Halle 3.1. Also vorbeikommen und sich informieren, blättern und vom SCHNITT begeistern lassen! Ich werde dort am Sonntag hinter dem Tresen stehen.

PS: Ab heute gibt es übrigens auch die neue Ausgabe am Kiosk!

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Mischmatch

Als hätten sie schon immer zusammen gehört: Der Editor Jeff Yorkes präsentiert auf seiner Website wunderbar unterhaltsame Mashups aus Film- und Songklassikern. Die bewegten Bilder erscheinen in einem neuen, dem narrativen Sinn entzogenen Licht, die Musik übernimmt die erzählende Ebene und Ohr und Auge haben vor allem eines: großen Spaß!

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Losing My Religion

Hits. Hits. Hits. Schade drum.

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Ick bin ‘ne Jute! Berlin Festival 2011

Nachdem das Berlin Festival im letzten Jahr wegen zu vieler unkontrollierbarer Besucherströme (wie es offiziell hieß) am Freitag abegbrochen und am Samstag umstrukturiert werden musste, gab es in diesem Jahr ein paar Neuerungen. Und die sollten sich lohnen! Es war wirklich ein schönes Festival auf dem Flughafen Tempelhof, das am Freitag bei regnerischem Wetter und wenig Besuchern anfing und am Samstag mit Sonnenschein und mehr Publikum endete. Die neue Planung sah vor, dass die Bühnen in den Hangars nicht wie im letzten Jahr an der schmalen Seite der Hallen angeordnet wurden und der Zugang nur durch die in den geschlossenen Hallentoren geöffneten kleineren Türen möglich war, sondern dass sie an der Längsseite aufgebaut wurden, die Hallentore geöffnet waren und sich dadurch mehr Raum für die Zuschauer bildete. Das Konzpet ging voll auf, die Schleusen vor den Hangars konnten entfallen und man sich ganz entspannt übers Gelände bewegen, ohne Angst zu haben, in eine Halle zu seinem Lieblingsact nicht mehr reinzukommen. Entspannung war eh das Motto: Ruhig und ohne Stress konnte man sich das großflächige, aber nie zu weitläufige ehemalige Flughafengelände in Tempelhof erschließen, Dresdner Handbrot oder vegetarische Burger genießen, die selbstreflexiven Jutetaschen betrachten („Do you read me?“ oder „Jute Tasche“ stand darauf geschrieben) und einfach nur guter Musik lauschen. Mein Favorit: Apparat Band haben mich mit ihrem sphärischen Elektrotechnopop vollends erobert. Auch großartig: Retro Stefson mit ihrer afrikanisch-isländischen Aerobic-Show, James Blake mit seinem bis ins Mark gehenden Bass, Austra mit ihrer Exaltiertheit, Beirut mit ihrer Sehnsucht, Mogwai mit ihrem kraftvollen Sound. Und außerdem: The Rapture, Health, CSS, Battles, Suede, Kruder & Dorfmeister, Mount Kimbie, Yuksek, dEUS, Mr. Oizo, Skrillex. Im Club XBerg, dem Gelände um Arena, Glashaus und Hoppetosse in Treptow, setzte sich das Festival bis in die frühen Morgenstunden bei Strandatmosphäre und wunderbarem Sonnenaufgang fort.

 

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Пельмени!

Jenny verlässt uns – aber zum Glück nur für zwei Monate! Zum Abschied gab es noch einmal ihr Lieblingsessen: Pelmeni! Die gefüllten Teigtaschen sind ein russisches Nationalgericht und werden in meiner Familie traditionell am ersten Weihnachtsfeiertag gegessen. Die Schnabulation gelang uns wieder großartig und wir strichen uns anschließend über die gerundeten Bäuche!

Für 5 Personen:

Teig: 1 kg Mehl, 4 Eier (L), 2 Tassen Wasser, eine Prise Salz

Fleisch: ca. 800g Hackfleisch, 2 Eier, 1 Zwiebel, 3 Zehen Knoblauch, Salz und Pfeffer (Alternativ können die Teigtaschen auch mit Gemüse gefüllt werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.)

Außerdem: Smetana, Crème Fraîche oder Schmand, zerlassene Butter, Salat, Schnittlauch oder Dill

Den Teig dünn ausrollen und kreisrunde Formen ausstechen (z.B. mit einem Weinglas). Die Teigkreise mit Fleisch füllen und sorgfältig verschließen. Die Pelmeni auf einem Blech sammeln. Wasser oder Brühe zum Kochen bringen und die Pelmeni hineingeben. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig!

Приятного аппетита!

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